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Spielend lernen: Ein Besuch im Museum im Storchen

Eine große Gruppe von 20 Schülerinnen und Schülern aus allen Altersklassen hatte sich am Morgen des Wintersport- und Kulturtags vor dem Storchen eingefunden, um die Sonderausstellung „Spielzeug – Made in Göppingen“ zu entdecken.

Der Storchen, früheres Stadtschloss des Adelsgeschlechts Liebenstein und heute im Besitz der Stadt Göppingen, beherbergt das städtische Museum unserer geschichtsträchtigen Stadt im Filstal. Frau Skaroupka-Liesche lud am diesjährigen Wintersport- und Kulturtag des Mörike-Gymnasiums interessierte Schülerinnen und Schüler ein, die Sonderausstellung zum Thema „Spielzeug – Made in Göppingen“ zu erleben.

Eine erfreulich große Gruppe von 20 Schülerinnen und Schülern aus allen Altersklassen hatte sich daher am Morgen des Kulturtags vor dem Storchen eingefunden, um die Welt der Spielzeuge zu entdecken.

Museumspädagogisch geleitet, entdeckten die Schülerinnen und Schüler zunächst in kleinen Gruppen die in verschiedene Stationen aufgeteilten Ausstellungsthemen, bevor sie diese den anderen Schülerinnen und Schülern in einem Rundgang unterhaltsam präsentierten.

Der Fokus der Ausstellung im städtischen Museum liegt bewusst auf den Herstellern, die meist im Schatten der Firma Märklin agierten und es dennoch verdient haben, beachtet zu werden. Der exklusive Mögy-Rundgang begann mit den Holzspielwarenherstellern Gebrüder Schmohl und der Konrad Keller KG, die Geschichte mit Schaukelpferden schrieb.

Die Metallwarenfabrik F.& R. Fischer stellte neben Haushaltsartikeln auch aufwändige, voll funktionsfähige Kinderkochherde her, anhand derer den Teilnehmern und Teilnehmerinnen der erzieherische Wert des Spielzeuges klar wurde: die Vorbereitung der Kinder auf das Leben als Erwachsene und die Zuschreibung ihrer Rolle in ihrer Gesellschaft. Hierbei stellten die Teilnehmenden kritisch fest, dass die Rolle für die Mädchen häufig ganz klassisch in der Küche vorgesehen war.

Bei solch einem Rundgang durfte aber auch die Spielzeugeisenbahn-Abteilung nicht fehlen. Den Abschluss stellten die Figuren und „Toy Pianos“ der Firma Schoenhut dar, welche ihre Anfänge in Göppingen hatte, bevor der Gründer im 19. Jahrhundert in die USA auswanderte.

Ein Highlight des Besuchs war – sowohl für Lehrer und Schüler als auch für die Kindergartengruppe, die zeitgleich vor Ort war – mit Abstand das unterhaltsame, authentische Schattentheater-Stück, welches von Schülerinnen aufgeführt wurde. So wird Stadtgeschichte erlebbar!

Zum Abschluss erhielten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen noch die Möglichkeit, einige neuere Brettspiele (z.B. Funkelschatz) von Günther Burkhardt, einem erfolgreichen Spieleautor aus dem Raum Göppingen, auszuprobieren, gemeinsam die Grenzen zwischen Alter und Beruf zu überwinden und die Freude des Spielens in Gesellschaft zu erleben!

 

Text/Bilder: Bianca Juhl
Veröffentlicht: 01.03.2020

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Die Schüler/innen beim Ausprobieren der neuen Brettspiele
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Auch das Schattentheater begeisterte die Schüler/innen.
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Ein weiterer Blick in die Vergangenheit: Schaukelpferde made in Göppingen