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Religion

„Religion“ ist eigentlich kein Schulfach, sondern ein „Phänomen“: Menschen beziehen sich auf etwas, das sich jenseits der Wirklichkeit befindet, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können.

Evangelischer und katholischer Religionsunterricht beschäftigt sich mit dem christlichen Glauben an Gott: Was für ein Bild von Gott zeigt sich in der Bibel? Wie gestalten und gestalteten die Menschen ihre Beziehung zu diesem Gott? Welche Folgerungen aus ihrem Gottesglauben ergeben sich daraus für ihr Handeln (Ethik)?

Weil Religion grundlegende Fragen des menschlichen Lebens anspricht, beschäftigt sich auch der Religionsunterricht mit Fragen, die das Leben betreffen: Woher kommen wir, wohin gehen wir? Was kann dem Leben Sinn geben? Wie können wir so leben, dass es für uns und für die anderen gut ist (Ethik)? Was eigentlich ist der Mensch? Welchen Beitrag kann die christliche Religion dafür leisten, dass das Zusammenleben der Menschen in der Gesellschaft gelingt?

Religionsunterricht beschäftigt sich auch mit der Geschichte von Christentum und Kirchen, auch mit deren dunklen Seiten. Darüber hinaus geht es auch darum, andere Religionen (etwa Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus) kennenzulernen.

Religionsunterricht wird von Lehrerinnen und Lehrern erteilt, die Christen sind, aber ihre Schülerinnen und Schüler nicht „fromm machen“ wollen. Sie vermitteln Wissen über Religion, regen zur Auseinandersetzung mit Lebensthemen (siehe oben) an und erarbeiten im Unterricht, welche Antworten sich in der christlichen Religion darauf finden lassen.

In den Klassen 5 und 6 wird Religion konfessionell-kooperativ unterrichtet. Das bedeutet, dass in einer der beiden Klassenstufen jeweils eine evangelische und in der anderen Klassenstufe eine katholische Lehrkraft alle unterrichtet, die am Religionsunterricht teilnehmen. In der Regel bleiben die evangelischen und die katholischen Schüler/-innen einer Klasse dadurch im Religionsunterricht zusammen.